
CfA für die Konferenz
18.–19. März 2026
Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Digitale Zentralbankwährungen werden in der allgemeinen Öffentlichkeit und in der Wissenschaft kontrovers diskutiert – dies gilt auch für die mögliche Einführung eines digitalen Euro. Obgleich die potenzielle Einführung eines digitalen funktionalen Äquivalents zum Bargeld weitreichende gesellschaftliche Konsequenzen hat, dominieren in der aktuellen Debatte technologische und im engeren Sinne ökonomische Aspekte. Die Konferenz will hierzu ein Gegengewicht setzen und rückt Fragen nach dem Zugang zu finanziellen Infrastrukturen, zur Souveränität über personenbezogene Daten sowie zur monetären Souveränität von Währungsräumen ins Zentrum. Sie bildet den Abschluss der Arbeit der Zevedi-Projektgruppe „Die normativen Grundlagen des digitalen Euro (DINO)“ und bringt Forschende aus den Disziplinen Ökonomie, Rechtswissenschaften, Soziologie und Wirtschaftsinformatik zusammen. Die Keynotes der Konferenz werden Prof. Dr. Peter Bofinger (Würzburg) sowie Dr. Carola Westermeier (MPI für Gesellschaftsforschung, Köln) halten.
Dabei ist die Konferenz nicht rein akademisch ausgerichtet. Praktiker:innen, politische Entscheidungsträger:innen sowie Vertreter:innen der Zivilgesellschaft werden auf ihr ebenfalls vertreten sein. Für die Europäische Zentralbank nimmt die Leiterin des Vorhabens, Evelien Witlox, an der Veranstaltung teil.
Wir freuen uns über die Zusendung aussagekräftiger Abstracts für deutsch- oder englischsprachige Vorträge von Nachwuchswissenschaftler:innen, die sich (im weitesten Sinne) mit normativen Fragen von digitalen Zentralbankwährungen und/oder dem digitalen Euro befassen. Im Vordergrund der Vorträge sollen nicht technische (Einzel-)Aspekte von digitalen Zentralbankwährungen, sondern Fragen nach der wünschenswerten Ausgestaltung von digitalen Zentralbankwährungen/des digitalen Euro stehen. Die Vorträge können sich diesen Fragen aus einer disziplininternen oder einer inter- bzw. transdisziplinären Perspektive widmen.
Mögliche Themen für Vorträge können etwa sein:
- Dies und jenseits des Atlantiks: Unterschiedliche Herausforderungen und Antworten auf die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs
- Geopolitische Dimensionen von Digitalen Zentralbankwährungen
- mögliche Implikationen der Stablecoin-freundlichen Regulierung in den USA
- Legitimationsstrategien zur Einführung von digitalem Zentralbankgeld: ein internationaler Vergleich
- Ökosystem digitaler Euro: Stakeholder und Interessensausgleich zwischen privaten und staatlichen Akteuren
Im Anschluss an die Tagung sollen die Vorträge in einem Zeitschriftensonderheft veröffentlicht werden.
Anonymisierte Abstracts (max. 500 Wörter) können bis zum 30. Oktober 2025 an Dr. Guadelupe Moreno (moreno@em.uni-frankfurt.de) gesendet werden. Nach dem Bewerbungsschluss wird über die Annahme der Abstracts entschieden. Erfolgreiche Bewerber:innen werden bis Ende November 2025 benachrichtigt.
Für Rückfragen zu diesem Call for Abstracts stehen Ihnen die beiden Sprecher der Projektgruppe – Prof. Dr. Barbara Brandl (brandl@soz.uni-frankfurt.de) und Prof. Dr. Andreas Kerkemeyer (andreas.kerkemeyer@tu.darmstadt.de) – gerne zur Verfügung.
ProgrammZur Projektgruppe Die normativen Dimensionen des digitalen Euro (DINO)



