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    Akzentfarbe: blau Autor: Jürgen Geuter Verantwortungsblog

    „Open Source und digitale Infrastrukturen sind politisch“

    Das Erbe der Netz- und der Open Source-Bewegung bedarf einer genauen Durchsicht, meint Jürgen Geuter. Es ist mit cyberlibertärem Gedankengut durchsetzt, das teilweise mit demokratischen Werten nicht vereinbar ist. Die Netzbewegung und die Open Source-Welt sollten dieses Erbe ablehnen.


    Open Source und digitale Infrastrukturen sind politisch“


    Das Erbe der Netz- und der Open Source-Bewegung bedarf einer genauen Durchsicht, meint Jürgen Geuter, im Netz auch als tante bekannt. Es ist mit cyberlibertärem Gedankengut durchsetzt, das teilweise mit demokratischen Werten nicht vereinbar ist. Die Netzbewegung und die Open Source-Welt sollten dieses Erbe ablehnen, um davon befreit debattieren zu können, wie unsere demokratischen Werte in der digitalen Welt umgesetzt werden können. Bei diesem Interview handelt es sich um Teil 2 unserer Reihe zu Open Source-Software.

    Interview mit Jürgen Geuter | 11.09.2025

    Beitragsbild Freiheitsstatue sitzt auf Computern

    Jürgen Geuter / tante: Es geht um ein ideologisches Erbe, das der Digital- oder Internetdiskurs und die Bewegung, die sich mit dem Internet beschäftigt, mitschleppt. Das Erbe stammt von den Leuten, die die Digitaltechnologien geformt haben, die also entschieden haben, wie diese Technologien funktionieren: Diese Leute haben auch die theoretischen Vorarbeiten geleistet und uns Begriffe vererbt, wie „digitale Rechte“ oder „digitale Grundrechte“. Und die Begriffe und Gedanken, die aus dieser Zeit stammen, beeinflussen auch heute das Nachdenken über das Internet und die Ausgestaltung der digitalen Welt, auch wenn sich in den letzten 30 Jahren viel verändert hat und viele sich nicht mehr direkt darauf beziehen. Über die Konsequenzen dieses ideologischen Erbes wird zu wenig nachgedacht. Es passt teilweise auch zu Werten nicht, die uns heute wichtig sind. Das führt manchmal dazu, dass wir versuchen, widersprüchliche Glaubenssätze miteinander zu verbinden.

    Ich glaube auch, dass dieses Erbe aus einer politischen Richtung kommt, die nicht dem entspricht, wie wir moderne Demokratien verstehen. Und deswegen sollten wir dieses Erbe ausschlagen.

    JG: Wie das Straßennetz ist das Internet ein notwendiger Teil unserer Realität geworden, wir haben alle damit zu tun. Viele nutzen das Internet so, wie sie die Straßen nutzen – über das Verkehrssystem oder über Verkehrsplanung denkt man nicht unbedingt nach. Und es gibt Leute, die diese Infrastruktur nicht nur nutzen wollen, sondern die das System grundlegend verstehen und mitgestalten wollen. Das sind Menschen, die sich mit digitalen Technologien beschäftigen, auf Konferenzen wie die re:publica gehen und sich in einschlägigen Vereinen engagieren. Diesen Leuten geht es um Fragen wie: Wie sollte der Zugang zum Internet geregelt sein? Warum gibt es Menschen, die keinen Zugang haben? Funktioniert es in dieser Gesellschaft noch, dass wir sagen, wenn du es dir nicht leisten kannst, hast du halt Pech gehabt… Diese Leute, die sich über diese technischen und politischen Fragen Gedanken machen, ohne zwingend in einer Partei oder in einem Verein zu sein, werden als „Netzbewegung“ bezeichnet. Das ist ein sehr diffuser Begriff. Es gibt kein Eintritts- und kein Austrittsformular, sondern man ist dabei, wenn man nicht einfach nur Apps auf seinem Handy installiert, sondern sich auch die Frage stellt: Warum sind die eigentlich so? Bin ich damit einverstanden, was da passiert?

    Und diese Menschen sind beeinflusst von diesem Erbe aus der Frühphase des Internets. Das Erbe, dem die Netzbewegung die Treue hält, strukturiert, wie über Technologien und über Regulierung nachgedacht wird. Diese geerbten Konzepte und Begriffe beeinflussen aktuelle Debatten. Das sind Konzepte wie Netzneutralität, die man zu lange nicht darauf abgeklopft hat, welcher ideologische Gehalt da eigentlich drinsteckt. Da braucht es ein Update.

    JG: Das Erbe ist der Cyberlibertarianismus, die prägende Ideologie des Internets von Beginn an. Einige kennen vielleicht A Declaration of the Independence of Cyberspace von 1996, also die Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace, geschrieben von John Perry Barlow. Darin stehen Dinge wie, dass das Internet das neue Zuhause des Weltgeistes sei und Staaten und solche veralteten Konstrukte im Cyberspace nichts verloren hätten. Im Cyberspace würden sich alle Freiheiten manifestieren.

    John Perry Barlow ist auch einer der Gründer der Electronic Frontier Foundation. Und im Namen dieser Organisation, die wir heute vor allem als eine digitale Bürgerrechts- und Verschlüsselungs-NGO kennen, findet sich der bemerkenswerte Begriff „Frontier“. Der Cyberspace wurde also als eine neue Welt begriffen, die man strukturieren, negativ gesagt kolonisieren, die man quasi unterwerfen wollte.

    Diese neue Welt war für die Libertären, die es schon vor den Cyberlibertären gab, eine große Chance. Der libertäre Grundgedanke lautet: Es gibt keine Gesellschaft, es gibt nur Individuen, die miteinander Verträge und Übereinkünfte schließen. Man braucht nur Vertragssicherheit, alles andere ist Zwang und sollte nicht existieren. Die bloße Tatsache, dass ich Steuern zahlen muss, um meinem Gemeinwesen zuträglich zu sein, ist für Libertäre also schon Gewalt. Dass es Regeln gibt, dass ich irgendetwas nicht darf, sehen Libertäre als großes Problem. Libertäre sagen: Ich bin frei, wenn es für mich als Individuum keine Beschränkungen gibt. Wenn ich etwas will, dann muss ich das mit anderen aushandeln und einen Vertrag mit ihnen schließen. Es darf eine Polizei geben, die diesen Vertrag durchsetzt, aber sonst darf es keinen Staat geben. Alles sollte privat organisiert sein, denn der Staat ist stets der Unterdrücker, der mir Regeln vorsetzt.

    JG: Das war zu Beginn tatsächlich so. Staaten haben sich anfangs mit dem Internet nicht beschäftigt, man hat es als Spielerei irgendwelcher Nerds begriffen. Für die Libertären war das die Gelegenheit. Die haben sich gesagt: In der existierenden, physischen Welt aus Staaten kommen wir nicht richtig weiter, weil die Leute unsere Ideen nicht übernehmen wollen. Aber wir können versuchen, diese neue Welt so zu strukturieren, wie wir das für richtig halten. Das ist der Hintergrund der Declaration of the Independence of Cyberspace: Dort soll es keine Staaten und deren Regeln geben. Wir machen da, was wir wollen und machen falls nötig unsere eigenen Regeln. Und wenn jemand reinredet und sagt, das ist nicht in Ordnung, dann ist das Unterdrückung. Der Cyberlibertarianism basiert also auf der Grundannahme, dass das Internet ein besonderer, neuer Ort ist, der andere Regeln hat als die Welt, in der wir sonst leben.

    Zu Beginn war es auch sehr einfach, so zu argumentieren, weil es wirklich so war. Das Internet war tatsächlich ein exklusiver Ort, in dem sich nur wenige Menschen bewegen konnten. Es war ein Spielplatz, der wenig direkte Relevanz für das Leben all jener hatte, die nicht Teil dieser Bewegung waren. Heute ist das ganz anders: Wenn ich nicht ins Internet komme, dann komme ich nicht an mein Bankkonto, dann kriege ich keinen Termin beim Bürgeramt und so weiter. Heute ist das Internet so integriert in unser Leben, dass man es für alles braucht. Aber die cyberlibertäre Denkfigur ist geblieben: Der Cyberspace sei anders als die normale Welt und müsse andere Regeln haben. Diese Denkfigur erlaubt es immer noch, bestimmte Regeln, die wir an anderen Stellen haben, infrage zu stellen.

    JG: Das zeigt sich zum Beispiel, wenn es um staatliche Eingriffe geht. In Deutschland ist zum Beispiel das Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole strafbar. Dass das nicht immer umgesetzt wird, gerade auf rechten Demonstrationen, ist eine andere Debatte. Jedenfalls ist es verboten, einen Hitlergruß zu zeigen. Dieses Verbot wird von Cyberlibertären jedoch abgelehnt. Sie sagen, das sollte nicht verboten sein, jeder sollte mindestens im Netz seine Meinung frei äußern dürfen. Da wird eine extrem überhöhte und absolute Form von Meinungsfreiheit vertreten: Es gibt nichts, das nicht gesagt oder zur Debatte gestellt werden darf. Minderheitenschutz oder Schutz vor Diskriminierung? Nein, die müssen sich selbst schützen, das ist keine Aufgabe staatlicher Gewalt! Was im Internet gezeigt oder gesagt wird, muss akzeptiert werden. Jeder Eingriff ist immer „Overreach“, also ein übermäßiger Eingriff.

    Aus Sicht des Grundgesetzes würde man hingegen sagen: Ja, Meinungsfreiheit ist wichtig, es gibt aber Bereiche, wo das aufhört. Es gibt Dinge, die wir als Gesellschaft nicht tolerieren wollen. Aber diesen Schritt gehen Cyberlibertäre nicht mit. Die EFF stellt sich zum Beispiel in gerichtlichen Auseinandersetzungen immer wieder auf die Seite von Nazis und verteidigt deren Recht, Rassismus und Faschismus zu verbreiten.

    JG: Genau. Für Libertäre ist eigentlich jede Form von größerer Struktur ein Problem, es soll ja nur Individuen geben, die miteinander Verträge schließen. Der Staat ist immer der Feind, egal, ob es ein demokratischer oder nicht-demokratischer Staat ist, weil er reguliert und den Individuen Regeln auferlegt. Theoretisch ist auch ein Digital-Unternehmen wie Google im Internet ein enormer Machtfaktor, der quasi-staatliche Macht hat. Darin unterscheiden Cyberlibertäre sich aber von den Libertären: Die Cyberlibertären wenden diese Kritik nicht auf andere Machtzentren an, sondern sie sehen Privatunternehmen wie Google und Apple eher als Verteidiger von digitalen Rechten an. Sie sagen, es ist gut, dass Google versucht, sich der staatlichen Regulierung nicht unterzuordnen. Das wird geframed als: Google verteidigt unsere Rechte als Digitalbürger, anstelle von: Google lehnt Dinge ab, die Geld kosten oder ihr Geschäftsmodell einschränken.

    Ein weiterer zentraler Gedanke der Cyberlibertären ist: Informationen müssen frei zugänglich sein. Wenn wir an Transparenzgesetze denken, daran, dass demokratische Strukturen für ihre Bürger:innen transparent sein müssen, würden dem viele zustimmen. Denn Demokratie basiert darauf, dass man Macht kontrolliert, und Macht kann man nur kontrollieren, wenn man sehen kann, was wirklich passiert. Aber die Cyberlibertären nutzen diesen Transparenzgrundsatz häufig, um andere Rechte wegzuwischen.

    JG: Das Urheberrecht. Ich glaube nicht, dass das geltende Urheberrecht in jeder Hinsicht perfekt ist. Da gibt es viele Baustellen, weil es eher den großen Unternehmen nutzt als den Leuten, die wirklich schreiben, malen, Musik machen. Aber noch ist es geltendes Recht, auf das wir uns als demokratische Gesellschaft geeinigt haben. Wenn wir wollen, dass Leute Kunst machen, sollten sie auf irgendeine Art und Weise davon leben können. Und dann ist es problematisch zu sagen: Ist mir egal, ich bezahle für Musik, Filme, Bilder und Texte nichts, ich finde im Netz Wege, um da heranzukommen, Filesharing ist technisch möglich und daher mein Recht.

    Wenn man so argumentiert, muss man sich die Frage stellen, was mit den Künstler:innen passiert. Diese Frage wird aber nicht gestellt. Es wird nur aus der Ich-Perspektive das Recht eingefordert, alles frei herunterladen zu können. In dieser Haltung kommt der krasse Individualismus, ja Egoismus der Cyberlibertären zum Ausdruck: Ich darf nicht eingeschränkt werden, in dem, was technisch möglich ist.

    Sich über diese Regeln hinwegzusetzen, weil es technisch auch anders möglich ist, das halte ich für einen zutiefst antidemokratischen Gedanken. Denn es sind Regeln, die im Rahmen von Prozessen eines demokratischen Staates entstanden sind, auf deren Zustandekommen wir als Bürger:innen, wenn auch indirekt, Einfluss gehabt haben. Wir haben Vertreter:innen gewählt, die haben über Gesetze diskutiert und auch wenn uns nicht alle Regeln und Gesetze passen, haben wir damit einen Prozess, um zu entscheiden, wie wir zusammenleben wollen und was erlaubt ist und was nicht.

    JG: Ja. Dem Cyberlibertarianismus liegt ein extremer Technik-Determinismus zugrunde: Wir haben eine Technik gebaut, die funktioniert so, und das ist dann das Gesetz. Es gibt da diesen Spruch: „Code is Law“ … Das meint: Darüber darf man nicht diskutieren. Und wenn Leute sagen, wir müssten vielleicht andere Protokolle bauen, die uns bestimmte Eingriffsmöglichkeiten bieten, weil uns diese Möglichkeiten als Gesellschaft wichtig sind, dann ist das für Cyberlibertäre nicht verhandelbar: Das Internet ist so, und es gibt keine Art und Weise, anders darüber nachzudenken. Das bedeutet, dass das Internet so bleiben muss, wie es jetzt ist – in hohem Maße privatisiert, Rechtsdurchsetzung ist extrem schwer und marginalisierte Gruppen können sich kaum dagegen wehren, mit Hate Speech übergossen zu werden.

    Das heißt nicht, dass wir das Internet wegschmeißen müssen. Aber wir sollten uns fragen, ob die Art und Weise, wie das Internet und die Services im Internet jetzt funktionieren, unserer Vorstellung davon entsprechen, wie die Gesellschaft sein sollte. Denn das Internet ist Teil unserer Gesellschaft. Wir haben es so tief integriert, dass es so sehr dazugehört, wie Krankenhäuser, Kitas und die Eisdiele am Ende der Straße.

    JG: Ja. Und deshalb müssen wir uns die Frage stellen: Sind wir damit einverstanden, dass da andere Regeln gelten? Wenn wir hören, es gebe „digitale Rechte“ – dieser Begriff ist auch sehr stark geprägt aus der cyberlibertären Ecke –, dann frage ich mich: Was sollen das für Rechte sein? Ich habe Grundrechte und wir haben uns international auf eine Charta der Menschenrechte geeinigt. Als Mensch hast du diese Rechte und es ist die Aufgabe der Staaten, diese Rechte zu verteidigen. Ob sie das gut machen, ist eine andere Frage. Aber diese Rechte werden uns gewährt von Staaten oder staatlichen Konstrukten wie der EU. Was sind also „digitale“ Rechte? Warum sollte ich andere Rechte haben, wenn ich einen Computer nutze, als wenn ich keinen Computer nutze? Warum sollte mein Recht, nicht diskriminiert zu werden, in der digitalen Welt anders sein als in der physischen Welt? Gesonderte „digitale“ Rechte zu haben, ergibt für mich nicht besonders viel Sinn.

    Und wer verteidigt diese Digitalrechte? Die Cyberlibertären sagen: Jeder von „uns“ muss diese digitalen Rechte technisch verteidigen. Wir müssen Technologien bauen und du musst diese Technologien beherrschen. Wir bauen beispielsweise Verschlüsselungstechnologien und wenn du die richtig implementierst, dann hast du deine Rechte verteidigt. Wenn du das nicht kannst, hast du Pech gehabt.

    Diese Abspaltung des Digitalen von demokratischen Strukturen, Regeln und Werten, ist das fundamentale Problem, über das wir reden müssen. Denn das sorgt erstens für Inkonsistenzen: Wenn ich im Browser klicke, habe ich andere Rechte, als wenn ich nicht im Browser klicke? Warum? Und es führt zweitens zu schwerwiegenden Ausschlüssen, denn wir leben in einer Gesellschaft, die Digitaltechnologien immer stärker in alle möglichen Prozesse integriert, und in so einer Gesellschaft müssen wir darüber nachdenken, wen wir zurücklassen, wie also das Digitale mit den demokratischen Werten und der Inklusion aller in Einklang gebracht werden kann. Sonst ist der Cyberspace lediglich der Raum derjenigen Rechte, die Google und Apple miteinander ausgehandelt haben. Und dann haben wir nicht mehr viel zu sagen, denn bei Google habe ich keine gewählten Vertreter:innen.

    JG: Ich liebe das Narrativ, dass Open Source der Widerstand gegen Google, Apple, Microsoft usw. sei! Da frage ich doch: Wem gehört denn heutzutage faktisch Open Source an vielen Stellen? Microsoft! Fast alle Open Source-Projekte haben ihren Kram auf GitHub. Wem gehörte GitHub? Microsoft! Womit schreiben sie ihren Code? Mit Visual Studio Code. Wessen Projekt ist das? Es ist Microsofts Projekt!

    Die großen Tech-Konzerne haben sich sehr aggressiv große Teile der Open Source-Landschaft gekauft. Diese Unternehmen haben erkannt, dass Open Source eine Möglichkeit darstellt, Leute dazu zu bekommen, für sie zu arbeiten, ohne sie zu bezahlen. Das soll nicht heißen, dass Open Source schlecht ist. Ich betreibe das Open Source-Betriebssystem Linux auf allen meinen Rechnern. Open Source ist unglaublich: Es ist nicht nur monetär ein unglaublicher Wert, der da geschaffen wird, sondern allein schon die Tatsache, Zugriff auf digitale Infrastruktur zu haben und sie selbst betreiben zu können, ist unglaublich.

    Aber Open Source ist nicht nur Code, sondern dieser Code hat auch eine Lizenz, die beschreibt, was man mit diesem Code machen darf. Es sind diese Lizenzen, die Open Source als Gesamtsystem am Laufen halten. Es gibt unterschiedliche Lizenzen, deren Modalitäten sich unterscheiden, und die nicht unbedingt kompatibel sind. Da gibt es beispielsweise die BSD-Lizenzen, BSD steht für Berkeley Software Distribution, weil der Urtyp dieser Lizenzen an der University of California, Berkeley entwickelt wurde. In diesen Lizenzen steht im Grunde: Wenn du das hier benutzt, musst du drauf schreiben, dass du das benutzt hast. Das war’s. Du kannst damit tun, was du willst, auch eine kommerzielle Verwendung ist erlaubt. Daraus kann auch ein Produkt entstehen, das verkauft wird, das also nicht mehr open source ist. Wer auch immer es verwertet, muss tatsächlich nur vermerken, dass die Open Source-Grundlage unter einer BSD-Lizenz steht.

    JG: In diesem Ansatz steckt cyberlibertäre Ideologie. Das kommt schon im Aufbau der Lizenzen zum Ausdruck: Ein großer Teil des Textes solcher Lizenzen besteht aus einem umfangreichen Abschnitt, der in Großbuchstaben feststellt: Wir übernehmen keine Garantien, keine Gewährleistung und wir sind für nichts verantwortlich. Ich verstehe schon, dass man sich gegen Klagen absichern will. Aber es kommt darin auch die Haltung zum Ausdruck: Wir sind freie Individuen, du darfst meinen Code frei nutzen, aber wenn dein Rechner schmilzt, ist das nicht mein Problem. Es ist freie Software, du bist selbst verantwortlich.

    Da kommt diese Haltung zum Ausdruck: Ich bin nicht verantwortliche für die Dinge, die ich in die Welt setze. Man muss den vielen Open Source-Projekten dafür dankbar sein, dass sie diese Dinge in die Commons geben, also der Allgemeinheit frei zur Verfügung stellen. Dieser gemeinwohlorientierte Akt steht aber mit dem Kommunikationsakt in Konflikt, im Grunde auch zu sagen: Mir ist egal, was mit euch passiert!

    Und Open Source ist ja schon die abgeschwächte, für Unternehmen bequemere Version der Bewegung für Freie Software. Die ganze Bewegung basiert auf den so genannten vier Grundfreiheiten: Die Software darf weiterverbreitet werden, ich darf sie für jeden Zweck verwenden, ich darf sie analysieren und verändern. Dafür muss der Quellcode offen sein. Um diese vier Freiheiten strukturiert sich Open Source, das ist das ideologische Fundament. Dieses ideologische Fundament ist aber libertär: Ich muss alles machen dürfen, was ich will, es darf keine Einschränkung geben. Wenn ich eine Open Source-Softwarebibliothek anlege, darf ich nicht reinschreiben, dass die Software nicht militärisch genutzt werden darf. Wenn ich das mache, dann ist sie nicht mehr open source, denn dann schränke ich die Freiheit der anderen ein.

    Meines Erachtens ist das sehr wohl eine Einschränkung meiner Freiheit – und zwar meiner Freiheit, mich politisch zu äußern. Denn ich möchte sagen dürfen, dass ich den Code der Öffentlichkeit bereitstelle, aber bestimmte Zwecke nicht erlaube, weil die mit meinen politischen Überzeugungen nicht übereinstimmen. Das Urheberrecht bietet interessanterweise diese Möglichkeit: Selbst, wenn ich die Rechte an meinem Werk verkauft habe, darf man es nicht auf eine Art und Weise nutzen, die meinen politischen Überzeugungen zuwiderläuft, wenn ich das so festlege. Zumindest ist das in Deutschland so. Durch Open Source-Lizenzen, wie die BSD-Lizenzen, hat man das Recht ausgeschlossen, den Werten, die man vertritt, durch solche Einschränkungen Ausdruck zu verleihen.

    JG: Ja. Es gibt bezeichnenderweise keinen politischen Diskurs über Code, also darüber wie er läuft und welche Auswirkungen er hat. Das ist explizit ausgeschlossen, wenn man Teil dieser Open Source-Bewegung sein möchte. Auf diese Weise ist mit der Bewegung faktisch ein Raum entstanden, von dem man behauptet, dass er apolitisch ist: Es geht ja nur um Code … Den kann man nutzen, aber was die Leute damit tun, ist ja egal. Aber natürlich ist es politisch, was mit dem Code gemacht wird. Wenn ich einen KI-Bildgenerator baue, dann steckt aufgrund der Trainingsdaten ein politischer Bias drin. Ich meine, dass ich dafür politisch verantwortlich bin. Ich kann mich doch nicht einfach so davon frei machen, indem ich sage: Ist halt Open Source-Code! Das wird aber gemacht. Die Verantwortung für das, was man tut, wird in der Bewegung abgelehnt. Und es geht noch weiter: Es wird versucht, auch andere darin einzuschränken, sich Gedanken darüber zu machen.

    JG: Man könnte es wie bei den Creative-Commons-Lizenzen machen. Da koppelt man Module, durch die man sagt: Das und das erlaube ich nicht. Wenn man das für Code macht, wird es aber sehr komplex zu entscheiden: Darf ich das benutzen oder nicht? Dieser Komplexität will man sich nicht stellen, sondern sagt stattdessen, das ist open source, damit dürfen alle alles machen. Die einzige im Bereich der Open Source-Lizenzen zulässige Frage ist: Darf ich meinen veränderten Code proprietär nutzen oder nicht?

    Insbesondere aus der Open Source-Logik heraus ist das ein Problem: Denn immer, wenn die Open Source-Bewegung ihre Rechte verteidigt, sagt sie damit auch: Code is speech. Wenn ich Code veröffentliche, ist das wie eine Meinungsäußerung und muss entsprechend geschützt sein. Eine Zeit lang durften starke Verschlüsselungsalgorithmen aus den USA nicht exportiert werden, weil sie als Waffen eingestuft wurden. Dagegen wurde argumentiert, Code sei wie eine politische Meinungsäußerung. Wenn man aber so argumentiert, dann kann man nicht so tun, als würde es bei Code nicht um Politik gehen, also darum, wie unsere Gesellschaft gestaltet ist.

    Um diesen Diskurs zu eröffnen, muss man sich von der Vorstellung lösen, dass Open Source so ist und dass daran nichts geändert werden darf. Ich denke: Open Source muss nicht so bleiben. Open Source hat wertvolle Dinge in die Welt gebracht, aber sollten wir diesen Bereich wirklich weiterhin unreguliert lassen und darauf setzen, dass da alle nett sind?

    JG: Nicht grundsätzlich. Wenn man sagt, dass Open Source Teil des Gemeinwohls, der Commons ist, dann kann man es gut finden, dass auch solche Unternehmen dazu beitragen. Mir wäre es zwar lieber, wenn sie ihre Steuern zahlen würden, aber wenn sie das schon nicht tun, dann ist das Engagement im Open Source-Bereich immerhin etwas Sinnvolles.

    Das Problem ist der Einfluss solcher Unternehmen auf die Ausgestaltung oder die Entwicklungsrichtung der Online-Infrastruktur. Die zentrale Infrastruktur im Internet läuft ja auf Open Source und es ist die Open Source-Community, die diese Software entwickelt und pflegt. Wenn wir uns die Browser ansehen, die heute im Prinzip die eigentlichen Betriebssysteme sind, weil alles in Browsern läuft, dann gibt es heute faktisch zwei Engines für Browser: Es gibt Firefox, das von der Mozilla Foundation entwickelt wird, deren Budget überwiegend von Google kommt, und es gibt die Chrome-Familie, die Google als Open Source-Projekt entwickelt hat. Chromium kann man frei herunterladen, aber Chromium entwickelt das, was Google will. Google bezahlt die Leute, die Chromium als Open Source-Projekt entwickeln, diese Leute bauen dort dann die Technologien und die Standards ein, die Google will. Und zufällig ist es manchmal ein Standard, der dabei hilft, Werbung auf Websites effizienter auszuspielen …

    Der Einfluss der großen Unternehmen auf die Open Source-Community ist sehr stark und faktisch unreguliert. Bevor man diesen Unternehmen zu schnell dafür dankt, dass sie in Open Source-Projekte investieren, sollte man sich klar machen, dass sie damit eigene Ziele verfolgen. Sie erkaufen sich so einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Open Source-Projekte.

    JG: Ich glaube, wir müssen Möglichkeiten dafür schaffen, dass zentrale Open Source-Infrastruktur entwickelt wird, ohne dass Unternehmen maßgeblichen Einfluss darauf nehmen können. Beispielsweise sollte die EU den Browser Firefox kaufen, damit dieser als unabhängige Anstalt öffentlichen Rechts entwickelt werden kann. Eine EU-Anstalt öffentlichen Rechts, die Open Source-Innovation ermöglicht – das wäre ein Weg, um den Open Source-Bereich vom Einfluss der großen Tech-Unternehmen zu befreien. Wenn uns allen wichtig ist, dass dieser zentrale Bestandteil unserer Online-Infrastruktur unabhängig und gemeinwohlorientiert entwickelt wird, dann kann man mit Steuergeldern die Möglichkeiten dafür schaffen. Diesen Ansatz kann man auf alle Teile dieser Infrastruktur anwenden, von denen man sagt, dass sie zu wichtig sind, um sie dem Gutdünken einer Firma zu überlassen.

    Privatunternehmen können den Open Source-Browser dann immer noch nehmen, verändern und kommerziell vertreiben, wenn sie glauben, ein besseres Produkt entwickelt zu haben. Aber der Zugriff auf diese zentrale Infrastruktur, von der wir immer stärker abhängig sind, sollte der Kontrolle einzelner Unternehmen entzogen werden. Es geht hier um Daseinsvorsorge. Google Chrome hat weltweit einen Marktanteil von mehr als 65 Prozent. An zweiter Stelle kommt Microsoft Edge mit etwa 13 Prozent. Konzerne wie Google haben durch den Code, den sie produzieren, quasi-staatliche Macht. Wenn Google entscheidet, dass Chrome eine bestimmte Funktion nicht mehr haben sollte, dann hat Chrome die Funktion nicht mehr.

    JG: Genau. Und es geht auch um die Standards, die in unterschiedlichen Gremien bestimmt werden. Man kann unterschiedliche Browser nutzen, weil es allgemeine Standards gibt, die regeln, wie das Internet funktioniert. Und auf diese Gremien und diese Standards nehmen Unternehmen wie Google erheblichen Einfluss. Würde man auch diese Gremien als Anstalten öffentlichen Rechts organisieren und diesen Einflüssen entziehen, könnte Google zwar mit dem Wunsch ankommen, neue Tracking-Standards zu implementieren, aber das unabhängige, gemeinwohlorientierte Gremium könnte dann sagen: Nein, wir wollen nicht, dass das Internet so funktioniert. Vielleicht überlegt man sich dann auch für den Bereich der Online-Payments Standards, die nicht Paypal begünstigen, sondern ein offenes Spielfeld für alle schaffen. Wenn man das will, muss man sich aber eben fragen, wer die Standards schreibt und wie sie geschrieben sind. Eine unabhängige, öffentlich finanzierte Organisation würde vielleicht Standards entwickeln, die offener sind.

    Eine solche nicht-kommerzielle Organisation müsste natürlich auch unabhängig von staatlicher Willkür sein. Ich möchte Google nicht durch Viktor Orban ersetzen. Mir schwebt eine unabhängige Organisation vor, wie wir sie vom öffentlichen Rundfunk oder ähnlichen Strukturen in Deutschland kennen. Eine solche Organisation würde ein Budget erhalten, mit dem es Entwickler:innen, Designer:innen und so weiter einstellen kann, um die Infrastrukturen gemeinwohlorientiert bereitzustellen.

    An diese Organisationen könnte man Nutzerräte anschließen, in denen auch Menschen ohne technische Spezialkenntnisse sitzen, die aber betroffene Gruppen vertreten, und die mitentscheiden können, wie die Technologie ausgestaltet wird.

    JG: „Bankrott“ ist hartes Wort und ich würde es gerne vom Tisch wischen, das kann ich aber leider nicht. Ich glaube, es gibt wirklich ein signifikantes Problem. Und ich sehe nicht, dass jemand wirklich versucht, es zu lösen. Denn um es zu lösen, müsste man sich bewusst machen, was man da bisher gebaut hat und wie man damit umgeht. Ich weiß nicht genau, was Geert mit seiner harten Aussage kommunizieren wollte, aber ich vermute, es geht darum, dass sich die Open Source-Community immer noch als Alternative zu den großen Unternehmen inszeniert und sich gegen die Übernahme des Internets und der digitalen Infrastrukturen durch diese Konzerne ausspricht, aber die Dinge baut und entwickelt, die die Konzerne wollen.

    Was Konzerne wollen, ist sehr prägend, für das, was im Open Source-Bereich entwickelt wird. Zum Beispiel der Bau von Webseiten: Früher lernte man ein bisschen HTML-Text zu schreiben, heute lernen die Leute, wie man Webseiten mit React baut. React ist das Framework, das Facebook sich gebaut hat. Man kann sagen: Ist doch nett, dass Facebook das open source bereitstellt. Man lernt damit aber eine Webseite so zu bauen, wie Facebook sie bauen würde. Man übernimmt mit dem Tool eine Corporate-Denke. Und eine solche Denke hat sich mit dem Einfluss der großen Tech-Konzerne auch in der Open Source-Bewegung verbreitet.

    JG: Teilweise. Und das führt zu Tools, die ein hohes Professionalitätslevel erfordern und damit zu Ausschlüssen führen. Heute kann man mit Open Source-Tools sehr aufwendige Webseiten bauen, die aber nicht unbedingt den Bedürfnissen einfacher Nutzer:innen entsprechen. Das kommt aus der Corporate-Welt für die Open Source die passende Infrastruktur baut, weil die Open Source-Community tagsüber bei Amazon arbeitet und abends die komplexen Open Source-Tools entwickelt, die Amazon braucht. Aber dadurch hängt man die Menschen ab, denen man eigentlich die Mittel geben wollte, die Dinge selbst tun zu können.

    Dass die Open Source-Bewegung bankrott ist, würde ich so verstehen: Bestimmte Projekte haben sich strukturell von großen Konzernen abhängig gemacht. Vielleicht noch schlimmer ist, dass man sich auch die Art, wie Konzerne über das Internet nachdenken, zu eigen gemacht hat. Da hätte Open Source einen anderen Weg gehen können. Man hätte sagen können, wenn das, was wir bauen für Facebook zu klein ist, dann ist das deren Problem, nicht unseres. Es wurde aber darauf geachtet, dass Open Source-Software in dieser Konzern-Welt funktioniert, denn von dort kommt die Förderung.

    JG: Open Source und digitale Infrastrukturen sind politisch. Wenn ich durch die Software, durch die Art und Weise, wie ich sie baue, beeinflusse, was die Leute tun können oder nicht tun können, dann ist das politisch. Ich bringe dadurch meine Vorstellung zum Ausdruck, wie die Welt sein sollte. Die Open Source-Bewegung sagt aber: Das ist freie Software, nutze sie oder lass es, keine Garantien. Das entspricht nicht der Vorstellung, dass wir mit Open Source gemeinsam an einem Commons, also an einer digitalen Allmende arbeiten, die der Gesellschaft frei zur Verfügung stehen soll.

    Die Repolitisierung, die ich meine, hat vor allem zwei Aspekte. Erstens sollten sich die Leute, die diese Software bauen, bewusst machen, dass die dazugehörigen Produktions- und Veröffentlichungsschritte politische Akte sind. Und daraus leiten sich bestimmte Verbindlichkeiten ab. Beispielsweise sollte es für Projekte Wege geben, um zu kommunizieren, mit welchen Einsatzszenarien sie einverstanden sind und mit welchen nicht. Ich halte es für wichtig, dass akzeptiert wird, dass Projekte bestimmte Nutzungen ausschließen. Zum Beispiel: Wollen die, die den Code schreiben, eine militärische Nutzung zulassen oder nicht?

    JG: Wenn wir sagen, Open Source ist für alle, für die Commons, für das Gemeinwohl, dann muss geklärt werden, wie Leute, die Open Source-Software benutzen, ohne am Code mitschreiben zu können, an den Entscheidungen über die Entwicklungsrichtung des Projekts beteiligt werden. Wie können einfache Nutzer:innen teilhaben, die die Software verwenden und die feststellen, hier ist ein Problem? Was können die tun? Jetzt werden sie darauf hingewiesen, dass sie das Problem im Bug Report beschreiben und einen Patch schreiben können. Sie sollen also selbst eine Lösung programmieren. So kann ich mich vor jedem Einfluss von dieser Seite abschirmen. Insbesondere bei größeren Projekten, mit vielen Nutzer:innen, beispielsweise Firefox oder das Content-Management-System WordPress, stellt sich die Frage, wie sie diese Nutzer:innen an den Entscheidungen darüber beteiligen, wie die Projekte weiterentwickelt werden, was da gebaut wird und was nicht.

    Vielleicht brauchen Open Source-Projekte ab einer gewissen Nutzerzahl einen Nutzer:innenrat, so wie Unternehmen ab einer bestimmten Größe einen Betriebsrat brauchen. Vielleicht ist das notwendig, damit Menschen, die von den Entscheidungen der Technologen und Technologinnen direkt beeinflusst werden, frühzeitig sehen: Okay, das habt ihr vor, wir sehen damit dieses Problem …

    Das ist schwierig, insbesondere bei Projekten, die klein gestartet sind und dann populär werden: Plötzlich kommen Leute und wollen mitentscheiden, was gebaut werden soll. Aber das ist der Preis, wenn ein Open Source-Projekt eine gewisse Größe erreicht hat. Ab dann gehört es einem nicht mehr allein, wenn ich sage, es ist für die Commons, für die Gemeinschaft. Dann muss die Gemeinschaft ein Mitspracherecht haben.

    V-Blog: Herr Geuter, vielen Dank für das Gespräch.

    Geuter, Jürgen (2025): „Open Source und digitale Infrastrukturen sind politisch“. In: Verantwortungsblog. https://zevedi.de/open-source-und-digitale-infrastrukturen-sind-politisch/ [11.09.2025]. https://doi.org/10.60805/66c8-4h10.


    Jürgen Geuter alias tante
    hat Informatik und Philosophie studiert und arbeitet als Research Director bei ART+COM Studios. Er ist zudem als freier Autor und Berater zu Themen an der Schnittstelle von Technologie, Gesellschaft und Politik, zu lesen u.a. in seinem Blog.

  • Über den Blog
    Der ZEVEDI-Verantwortungsblog hat die Frage zum Gegenstand, wie gut es uns im Zusammenleben mit Digitaltechnologien geht. Er kommentiert die Ambivalenzen, die Steuerungsprobleme und die Vertretbarkeit des digitalen Wandels. Was an möglicherweise kritischen Technikfolgen (und Markteffekten) sollte man in den Blick nehmen und diskutieren? Wo sind Sorgen angebracht? Wie passt Digitalisierung zu Freiheit und Demokratie? Welche Regeln braucht eine digitale Gesellschaft? Wovon sollte – weil es kritisch werden könnte – die Rede sein?

    Es schreiben Autor:innen aus dem ZEVEDI-Netzwerk sowie Gäste darüber, was sie lernen und erforschen, was sie beunruhigt und was sie fasziniert.

    DOI: 10.60805/5c9w-7n74
    ISSN:  2943-9124

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