
In der zweiten Staffel schauen wir auf kleines digitales Geld. Es gibt eine Vielzahl von digitalen Bezahlvorgängen, die wir kaum bemerken. Der Grund dafür – es sind geringe Summen. Kleine und kleinste Beträge: ein Abonnement hier, ein Trinkgeld, eine Einmalzahlung für eine Dienstleistung dort. In diesem Podcast untersuchen wir, entlang verschiedener Modi digitalen Bezahlens, das Gewicht des kleinen Geldes. Kleines digitales Geld ist einerseits, sobald es in Bewegung kommt, teuer, da die technischen und transaktionalen Kosten verglichen mit einer Giro-Überweisung oder dem Hantieren mit Münzen verhältnismäßig stark spürbar sind. Doch das digitale Bezahlen etwa durchs bloße „Dranhalten“ mit Smartphone oder online im Stillen per Kreditkarte erweckt zugleich den Anschein, besonders leicht, instantan und schön unterwegs zu sein. Es firmiert gar als besonders inklusiv und demokratisch. Ein kleiner Betrag für die Einzelnen kann eine große Wirkung entwickeln – eine gerechtigkeitsfreundliche Vorstellung. Doch für wen, und wie? Entspricht sie der Wahrheit?




