
Die digitale Transformation des Rechtsstaats betrifft längst nicht mehr nur technische Infrastruktur, sondern die Bedingungen der Rechtsdurchsetzung selbst. Gerichte, Staatsanwaltschaften, Polizei und Verwaltung setzen zunehmend digitale Systeme und künstliche Intelligenz ein, von Online-Verfahren und Entscheidungsassistenz bis zur Analyse digitaler Beweismittel und datengetriebenen Ermittlungen.
Die Projektgruppe CLT untersucht rechtsgebiets- und disziplinenübergreifend, wie diese Entwicklungen Rechtsschutz, Verfahrensfairness, Grundrechte und demokratische Legitimation verändern. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Risiken wie Intransparenz, Bias, Überwachung und Machtverschiebungen, sondern auch die bislang unterschätzte Frage, wie KI zur Stärkung von Rechtsstaatlichkeit beitragen kann, etwa durch bessere Dokumentation, Qualitätskontrolle, Nachvollziehbarkeit, fairere Verfahren und verständlichere Rechtskommunikation. Im Dialog mit den rechtspolitischen Akteuren entwickelt die Gruppe eine Perspektive für die digitale Transformation des Rechtsstaats, die Chancen und Risiken sowohl rechtspraktisch als auch in ihrem gesellschaftlichen Kontext in den Blick nimmt.
Beteiligte Wissenschaftler:innen
Prof. Dr. Jens Puschke LL.M. (King’s College), Philipps-Universität Marburg | Sprecher | mehr Information
Prof. Dr. Malte-C. Gruber, Justus-Liebig-Universität Gießen | stellvertretender Sprecher | mehr Information
Prof. Dr. Michael Bäuerle, LL.M., Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit | mehr Information
Prof. Dr. Julian Ernst, Justus-Liebig-Universität Gießen | mehr Information
Prof. Dr. Regina Kreide, Justus-Liebig-Universität Gießen | mehr Information
Prof. Dr. Sabine Müller-Mall, Goethe-Universität Frankfurt | mehr Information
Prof. Dr. Doris Schweitzer, Goethe-Universität Frankfurt | mehr Information
Prof. Dr. Benno Zabel, Goethe-Universität Frankfurt | mehr Information
Koordination
Tamina Stadler | tamina.stadler (at) jura.uni-marburg.de


