DaTNet – Aufbau eines Kompetenznetzwerkes für Datentreuhandmodelle

Digitale Daten sind ein zentraler Faktor der Wertschöpfung geworden. Ihr volles Innovationspotential entfalten sie jedoch erst dann, wenn die oftmals isoliert vorliegenden Datenbestände zusammengeführt und gemeinsam ausgewertet werden können. Dem „Teilen“ von Daten stehen allerdings Hürden technischer, rechtlicher und ökonomischer Natur entgegen—insbesondere, wenn man auf Datensouveränität Wert legt und die Nachteile klassischer, nicht marktneutral tätiger Plattformdienste vermeiden will. Datentreuhändern wird eine Schlüsselrolle zugeschrieben, um den Datenaustausch zu verändern, zu erleichtern und zu intensivieren. Aktuell existieren zahlreiche Initiativen zur Etablierung funktionsfähiger Datentreuhänder, die domänen- und sektorenübergreifend tätig sein sollen. Sie stehen jedoch häufig unverbunden nebeneinander und arbeiten an teilweise divergierenden Datentreuhandmodellen. Erfahrungsaustausch und wechselseitiges Lernen findet nur begrenzt statt.

Das Projekt DaTNet treibt die Verknüpfung und den Wissenstransfer zwischen bestehenden Datentreuhändern und Datentreuhand-Initiativen sowie einschlägigen Expertinnen und Experten im Rahmen eines Kompetenznetzwerks voran. Das Kompetenznetzwerk fungiert als Instanz der Informationsbereitstellung und Kompetenzvermittlung, die den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Datentreuhandprojekten fördert und den Beteiligten einen umfassenden Kompetenzerwerb ermöglicht. Dabei werden technische, organisatorische, ökonomische und rechtliche Aspekte der Datentreuhand in den Blick genommen, Informationen zum Thema Datentreuhand Open-Access zugänglich gemacht, interaktive Lehr-/Lernformate entwickelt sowie themenbezogene Workshops durchgeführt. Anliegen von DaTNet ist es auch, einen breiteren gesellschaftlichen Diskurs zu Datentreuhandmodellen zu stimulieren. Es trägt seine Expertise also beispielsweise durch Policy Papers und Stellungnahmen in den politisch-administrativen Raum hinein.

DatNet ist ein Verbundvorhaben der Technischen Universität Darmstadt, der Philipps-Universität Marburg, der Technischen Universität Dresden und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Europäische Union.

Beteiligte Wissenschaftler:innen

Prof. Dr. Petra Gehring, Technische Universität Darmstadt | mehr Information
Prof. Dr. Sebastian Omlor, LL.M. (NYU), LL.M. Eur., Philipps-Universität Marburg | mehr Information
Prof. Dr. Lars Bernard, Technische Universität Dresden | mehr Information
Prof. Dr. Anne Lauber-Rönsberg, LL.M. (Edinburgh), Technische Universität Dresden | mehr Information
Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Technische Universität Dresden | mehr Information
Prof. Dr. Stefan Decker, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen | mehr Information

Koordination des Verbundes

Dr. Kai Denker, Technische Universität Darmstadt | mehr Information

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