
„Dual Use“ meint die Möglichkeit einer unfriedlichen militärischen Nutzbarkeit ziviler Güter. Der klassische Dual Use-Gedanke, so wie er im Außenwirtschaftsrecht, in der Friedens- und Konfliktforschung sowie in der Technikethik eine zentrale Rolle spielt, stößt allerdings im Hinblick auf digitale Lösungen und Güter an Grenzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob das bestehende Dual Use-Verständnis aktualisiert werden kann, ob es seinen Wert gänzlich verliert oder ob das Konzept grundlegend neu gedacht werden sollte.
Die Projektgruppe nimmt sowohl die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen als auch die besonderen Eigenschaften digitaler Technologien in den Blick und analysiert, warum digitale Sachverhalte für die Dual Use-Bewertung eine Herausforderung darstellen. Ziel ist es, ein theoretisch fundiertes und zugleich praktikables Konzept von Digital Dual Use zu entwickeln, das digitale Konstellationen präziser fassen kann und für wissenschaftliche wie auch gesellschaftliche Debatten Orientierung bietet.
Beteiligte Wissenschaftler:innen
Prof. Dr. Petra Gehring, Technische Universität Darmstadt | Sprecherin | mehr Information
Prof. Dr. Bettina Schöndorf-Haubold, Universität Gießen | stellvertretende Sprecherin | mehr Information
Prof. Dr. Michael Bäuerle, Hochschule für öffentliches Management Wiesbaden | mehr Information
Prof. Dr. Marcus Düwell, Technische Universität Darmstadt | mehr Information
Dr. Niklas Schörnig, PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung | mehr Information



