Digital Dual Use (DDU)

Abstrakte grafische Illustration mit farbigen Kreisen in Grün, Rot und Grau sowie einer punktierten geschwungenen Linie, die mehrere Symbole verbindet. Zu sehen sind Icons für Cloud, KI-Chip, Datennetzwerk, Sicherheitsschild und ein Haus mit Häkchen. Die Elemente wirken wie miteinander verknüpfte Themenbereiche der digitalen Transformation.

„Dual Use“ meint die Möglichkeit einer unfriedlichen militärischen Nutzbarkeit ziviler Güter. Der klassische Dual Use-Gedanke, so wie er im Außenwirtschaftsrecht, in der Friedens- und Konfliktforschung sowie in der Technikethik eine zentrale Rolle spielt, stößt allerdings im Hinblick auf digitale Lösungen und Güter an Grenzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob das bestehende Dual Use-Verständnis aktualisiert werden kann, ob es seinen Wert gänzlich verliert oder ob das Konzept grundlegend neu gedacht werden sollte.

Die Projektgruppe nimmt sowohl die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen als auch die besonderen Eigenschaften digitaler Technologien in den Blick und analysiert, warum digitale Sachverhalte für die Dual Use-Bewertung eine Herausforderung darstellen. Ziel ist es, ein theoretisch fundiertes und zugleich praktikables Konzept von Digital Dual Use zu entwickeln, das digitale Konstellationen präziser fassen kann und für wissenschaftliche wie auch gesellschaftliche Debatten Orientierung bietet.

Beteiligte Wissenschaftler:innen

Prof. Dr. Petra Gehring, Technische Universität Darmstadt | Sprecherin | mehr Information
Prof. Dr. Bettina Schöndorf-Haubold, Universität Gießen | stellvertretende Sprecherin | mehr Information

Prof. Dr. Michael Bäuerle, Hochschule für öffentliches Management Wiesbaden | mehr Information
Prof. Dr. Marcus Düwell, Technische Universität Darmstadt | mehr Information
Dr. Niklas Schörnig, PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung | mehr Information

Vier Personen stehen in einem kellerartigen Veranstaltungsraum mit Bar im Hintergrund und unterhalten sich in informeller Atmosphäre; vor ihnen ein Tisch mit Getränken und Unterlagen, im Vordergrund mehrere leere Stühle. Copyright: Yann Ronald Kämpf YaRoKa

Copyright: FiF / Yann Ronald Kämpf (yaroka)

IANUS DenkRaum „Sicherheitsrelevante Forschung: Woran forschen wir an der TU Darmstadt?“

Am 11. Februar 2026 nahmen Marcus Düwell, Sonja Daum und Petra Gehring am IANUS DenkRaum in Darmstadt teil. Die Veranstaltung widmete sich der Frage, wie sicherheitsrelevante Forschung an Universitäten verstanden und gestaltet werden kann, insbesondere im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Freiheit, gesellschaftlicher Verantwortung und potenziellen Dual-Use-Risiken.

In einem interdisziplinären Rahmen wurden unterschiedliche Perspektiven aus Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften zusammengeführt, um Chancen und Risiken sicherheitsrelevanter Forschung zu diskutieren. Dabei standen insbesondere Fragen nach der Definition von „nützlichen“ und „schädlichen“ Anwendungen, der Rolle institutioneller Leitlinien sowie dem Umgang mit Ambivalenzen neuer Technologien im Mittelpunkt.

Mehr Informationen zur Veranstaltung auf der Seite des FiF

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