Digital Governance. Verantwortung und Vertrauen in digitalen Strukturen (DigiGov)

Laufzeit: November 2023 bis Mai 2025

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Infolge der Digitalisierung von Organisationen ist Digital Governance als wichtiges Aufgabenfeld in den Fokus gerückt. Darunter wird sowohl die Digitalisierung von Entscheidungsprozessen (digitalisierte Governance) als auch die Steuerung dieser Digitalisierungsprozesse selbst verstanden (Governance der Digitalisierung). Ihre Funktion ist das Alignment (Übereinstimmung) der digitalen Prozesse und Modelle mit den Zwecken und Werten der Organisation. Um das Alignment zu sichern, wird Verantwortung aufgeteilt und zugeschrieben (wobei das Alignment immer nur temporär erfüllt sein mag). In vielen Fällen ist die direkte Beurteilung, wie gut das Alignment gelungen ist, nicht möglich, weshalb Vertrauen und Misstrauen, die auf der Basis von Stichproben, anekdotischen Erfahrungen, Bezeugungen anderer (von Gerüchten bis Evaluationen) gebildet werden, eine besondere Bedeutung zukommen – auch für den Erfolg des Systems. Vertrauen oder Misstrauen beziehen sich auf die Frage, wie verantwortungsvoll das Alignment erfüllt worden ist.

Wie das jeweilige Alignment erreicht, bewertet und verbessert werden kann, ist eine offene Frage. Auch auf welcher Ebene (Individuen, Gruppen, Organisationen, Politik, Recht) idealerweise angesetzt werden sollte bzw. wie diese sich beeinflussen, ist weitgehend offen. Die Projektgruppe untersucht diesen Zusammenhang zwischen Digital Governance, in der Verantwortung für das Alignment festgeschrieben wird, sowie dem Vertrauen oder Misstrauen in ihren Erfolg, die selbst wiederum zu ihrem Erfolg beitragen können. Vor diesem Hintergrund lauten die zentralen Fragen der Projektgruppe: Unter welche Bedingungen kann das Alignment erreicht werden und wie? Welche Rolle spielen hierbei die Aufteilung von Verantwortung sowie Vertrauen und Misstrauen in die Prozesse?

Trust, Responsibility, and Digital Governance

Regulation of AI and Blockchain Technology from a Capacity-Based Perspective

Sammelband | Dezember 2025

Es wurden zahlreiche ethische Leitlinien und regulatorische Rahmenbedingungen entwickelt, um digitale Systeme zu bewerten und zu gestalten. Diese Bemühungen beruhen jedoch oft auf der zweifelhaften Annahme, dass Einzelpersonen und Organisationen über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen, um solche Systeme im Hinblick auf Gerechtigkeit, Zuverlässigkeit und andere normative Standards zu bewerten – insbesondere angesichts der zunehmenden Komplexität und der damit einhergehenden Undurchsichtigkeit vieler digitaler Modelle. Diese Frage ist daher sowohl für rechtliche als auch für ethische Debatten rund um KI und digitale Systeme im Allgemeinen von zentraler Bedeutung. Die Autoren dieses Bandes schlagen einen neuen Ansatz für die digitale Governance vor, um die Fähigkeit zur Bewertung und Gestaltung digitaler Systeme zu verbessern.

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Beteiligte Wissenschaftler:innen

Prof. Dr. Andreas Kaminski, Technische Universität Darmstadt | Sprecher | mehr Information
Prof. Dr. Michael Leyer, Philipps-Universität Marburg | stellvertretender Sprecher | mehr Information


Prof. Dr. Alexander Benlian, Technische Universität Darmstadt |mehr Information
Prof. Elena Dubovitskaya, Justus-Liebig-Universität Gießen | mehr Information
Dr. Marcus Düwell, Technische Universität Darmstadt | mehr Information
Prof. Dr. Katja Langenbucher, Goethe-Universität Frankfurt am Main | mehr Information
Prof. Dr. Florian Möslein, Dipl.-Kfm., LL.M. (London), Philipps-Universität Marburg | mehr Information
Prof. Dr. Sebastian Omlor, LL.M. (NYU), LL.M. Eur., Philipps-Universität Marburg | mehr Information
Prof. Dr. Mascha Will-Zocholl, Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit | mehr Information

Zurückliegende Veranstaltungen

Trust and Responsibility – Digital Governance
from a Capability-Oriented Perspective

Interner Workshop, 17. Februar 2025 | zur Veranstaltung

Vertrauen und Verantwortung.
Digitale Systeme in fähigkeitsbasierter Perspektive

Interdisziplinärer Workshop, 30. September 2024 | zur Veranstaltung

Dimensionen des Alignments von Werten mit digitalisierten Prozessen

Interner Workshop, 27. Februar 2024 | zur Veranstaltung

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