Mercator-Journalists in Residence

Ausschnitt einer zusammengestellten Szene aus dem Bereich Finanzen mit Andeutung von Hochhäusern im Hintergrund

Im Rahmen des Diskursprojekts Demokratiefragen des digitalisierten FinanzsektorseFin & Demokratie bitten ZEVEDI und die Stiftung Mercator Journalist:innen und Medienschaffende um Bewerbungen.

Für einen Zeitraum von vier Wochen erhalten die Mercator-Journalists in Residence gegen eine Vergütung von 4.000 € den Freiraum und Gelegenheit, sich im Rahmen eines Gastaufenthalts bei der ZEVEDI-Geschäftsstelle an der TU Darmstadt explorativ und ideenreich einem selbstgesetzten Forschungs- oder Praxisvorhaben zu widmen, das den digitalen Wandel des Finanzsektors und damit verbundene gesellschaftliche und politische Fragen thematisiert.

Alle Journalist:innen und Medienschaffende sind herzlich dazu eingeladen, sich als Mercator-Journalists in Residence zu bewerben. Dies gilt für im engeren Sinn klassische Publizist:innen  ebenso wie für Kunstschaffende im weiteren Sinne.

Impulse setzen

Wichtig ist ihr einzigartiger Zugriff auf die spezifischen gesellschaftlichen, sozioökonomischen und technologiepolitischen Fragestellungen des ZEVEDI-Diskursprojektes Demokratiefragen des digitalisierten Finanzsektors (eFin & Demokratie).Durch ihr Expert:innenwissen und ihre ausgezeichnete praktische Erfahrung wirken die Mercator-Journalists in Residence als wichtige Impulsgeber:innen im Themenbereich.

Sie helfen, für ein bislang in der öffentlichen Wahrnehmung unterrepräsentiertes Thema zu sensibilisieren und darin wichtige Akzente zu setzen, die mediale und wissenschaftliche Öffentlichkeit zu vernetzen und eine effektive Wissenschafts-kommunikation zu entwickeln. Wir binden sie nachhaltig in unsere Arbeit ein, sodass sie ihr Expert:innenwissen und ihre Positionen durch Vorträge,
Diskussionen und andere Formate in unsere Netzwerke einbringen können.

Mercator-Journalists in Residence

ZEVEDI und die Stiftung Mercator vergeben jährlich bis zu fünf Gaststipendien.

Ausschreibung

April 2026

Klaudia Lagozinski ist Nachrichtenchefin und Online-Redakteurin für taz.de. Darüber hinaus schreibt sie als freie Journalistin unter anderem über Finanzen, Kryptowerte und Künstliche Intelligenz.

Sie studierte Sozial- und Kulturanthropologie, Kulturjournalismus und Digital Media and Communication in Berlin und Uppsala. Als Journalistin arbeitete sie im Rahmen des Internationalen Journalistenprogramms (IJP) in Stockholm. Auch hat sie Auslandsreportagen, unter anderem aus den USA, Schweden, Norwegen und der Ukraine, publiziert. Ihr ist es ein wichtiges Anliegen, Zugang zu finanzieller Bildung auch und gerade denjenigen zu erleichtern, die mit wenig aufgewachsen sind.

Vorhaben

Bei ZEVEDI wird Klaudia Lagozinski sich mit den Chancen und Risiken von Neobrokern befassen. Junge Menschen, deren Eltern nicht bereits selbst Aktien bei der Hausbank erworben haben, investieren heute eher. Doch sind gerade neue Anlageformen wirklich durch Sparen und Altersvorsorge motiviert und nicht vielmehr durch Spaß an der Spekulation? Und welche Rolle spielen dabei Inhalte auf Social Media, allem voran auf der Plattform Reddit? Während ihres Aufenthalts in Darmstadt möchte sie aus psychologischer, sozialer, juristischer und wirtschaftlicher Sicht der Frage nachgehen, inwiefern Neobroker die Finanzwelt zugänglicher machen und inwiefern sie das Risiko bergen, dass junge Menschen durch diese Zugänglichkeit zum „Zocken“ animiert werden.

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