Demokratiefragen des digitalisierten Finanzsektors – eFin & Demokratie

Wissen wir eigentlich genug über Krypto und Co? Über netzbasierte Bezahlsysteme? Über Geschäftsmodelle digitaler Internetdienste? Die digitale Transformation des Finanzsektors ist in vollem Gange. Private digitale Finanzdienstleistungen kommen auf den Markt, der digitale Euro soll in fünf Jahren eingeführt sein – die damit verbundenen Umbrüche für die Bürger:innen, die Demokratie und die künftige europäische Gesellschaft sind jedoch weitgehend unbekannt. Spezialist:innen kennen sich zwar aus – oft aber nur in einzelnen Segmenten – und was ist mit breiteren Debatten und Partizipation?

Zur Öffnung eines Diskursraumes, der relevante Themen aufzeigt, braucht es Impulse. Zivilgesellschaftliche Mitwirkung und Mitgestaltung, ja überhaupt nur Positionierung und breitere öffentliche Diskussion erfordern Verständnis und interdisziplinären Austausch. Das Vorhaben eFin & Demokratie setzt hier als starke Initiative an, die über die Wissenschaft hinaus breite Zielgruppen und damit Bürger:innen wie auch Unternehmen und Politik miteinander ins Gespräch bringt.

Worum geht es? Hineinhören:

Fragen lauten:

  • Wie transformiert die Digitalisierung die Zahlungsmittel und den Finanzsektor?
  • Was sind überhaupt Blockchain, Fintech, Kryptowährungen, dezentrale Finanzanwendungen und Co.?
  • Welche neuen Akteure bestimmen eine „digitalisierte“ Finanzwelt und wie würde man sie staatlicher Regulierung unterwerfen?
  • Wie verändern sich hoheitliche Aufgaben im Finanzsektor und was wird aus der Währung – konkret dem Euro – in der europäischen Demokratie?
  • Wie können Demokratien reagieren, wenn die Finanzwelt sich derart tiefgreifend ändert, wie dies derzeit geschieht?
  • Welche Möglichkeiten der Partizipation gibt es für Bürger:innen im Zuge der digitalen Umgestaltung des Finanzsektors?

Mit Start des Vorhabens am 1. April 2022 werden Strukturen aufgebaut. Dazu zählen eine Stiftungsprofessur, die das Forschungsfeld nachhaltig attraktiv macht und neu etabliert, das Mercator-Journalist in Residence-Programm sowie ein Thinktank.

Kern des Projektes sind zwei Diskurslinien, die aus einander ergänzenden Perspektiven (Systemsicht und Individualperspektive) als eigenständige thematische Plattformen mit zielgerichteten Veranstaltungsformaten schrittweise Akteure und Zielgruppen in das Projekt einbinden.

Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Mercator.

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Veranstaltungen

Verstehen Sie Krypto !

Sommersemester 2022
Montags um 18:00 Uhr
TU Darmstadt

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Ringvorlesung – Citizen Lecture

Die digitale Transformation des Finanzsektors ist in vollem Gang, die damit verbundenen Umbrüche für die Demokratie und die künftige Gesellschaft sind aber bislang öffentlich nicht greifbar. Spezialist:innen kennen sich zwar aus – jedoch jeweils vor allem in einzelnen Segmenten. Zur Eröffnung eines Diskursraumes, der Relevanzen aufzeigt, braucht es Impulse. Zivilgesellschaftliche Mitwirkung und Mitgestaltung, ja überhaupt nur Positionierung und breitere öffentliche Diskussion erfordern Verständnis und interdisziplinären Austausch. Vor diesem Hintergrund haben wir Expert:innen gebeten, eine Wissensgrundlage zu schaffen und die Diskussion zu eröffnen.

Die Ringvorlesung wird am Institut für Philosophie der TU Darmstadt angeboten, wendet sich fachübergreifend an eingeschriebene Hörer:innen, soll aber auch für eine interessierte breite Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Sitzungen werden eingeleitet und moderiert durch die Veranstalter:innen.

Die Vorlesungen werden aufgezeichnet und auf der OpenLearnWare-Plattform der TU-Darmstadt zugänglich gemacht. Link zu den Videos»

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