Laufzeit: September 2023 bis Februar 2025

Die Projektgruppe konnte zeigen, dass freiwillige CO₂-Märkte (Voluntary Carbon Markets – VCMs) eine nicht unbedeutende Rolle für den Klimaschutz spielen, aber weiterhin an einem Mangel an Transparenz, einheitlichen Standards und Regulatorik innerhalb und außerhalb der Europäischen Union (EU) leiden. Die Tokenisierung von freiwilligen CO₂-Zertifikaten (Voluntary Carbon Credits – VCCs) mittels Blockchain-Technologie hat das Potenzial, die Effizienz und Nachverfolgbarkeit zu verbessern, kann jedoch alleine die Herausforderungen bei der Verifizierung von Daten zu den einzelnen Aufforstungs- und CO2-Entnahmeprojekten nicht lösen.
Regulatorische Unsicherheiten, auch in der EU, erschweren die Integration von tokenisierten VCCs in bestehende Rechtsrahmen. Die europäische Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR) schafft einen umfassenden regulatorischen Rechtsrahmen, eine globale Harmonisierung steht jedoch noch aus. Gerade diese Harmonisierung wäre förderlich, um ein Level Playing Field für die beteiligten Akteure zu schaffen, von den Projektentwicklern, etwa in Südamerika, bis hin zu den investierenden Unternehmen, z.B. in der EU. Die Projektgruppe konnte ferner zeigen, dass Unsicherheiten über zentrale Fragen wie jene nach dem anwendbaren Recht, nach dem Eigentum an tokenisierten VCCs und nach deren rechtssicherer Übertragung einer Skalierung des Marktes entgegenstehen.
Auch künftig ist ein interdisziplinärer Ansatz aus der Informatik sowie den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften notwendig, um das Vertrauen in tokenisierte VCCs zu stärken und den Klimaschutz effektiv zu unterstützen. Technologische Ansätze wie Smart Contracts und dezentrale Register werden den Handel mit Zertifikaten vereinfachen und resilienter gegen politische Verwerfungen machen.
Mit einem gemeinsamen Open-Access-Buch, mit Journalbeiträgen, Vorträgen und Podcasts stellen und stellten die Projektmitglieder ihre Lösungsvorschläge zur Diskussion.
Beteiligte Wissenschaftler:innen
RiOLG Prof. Dr. Dominik Skauradszun, LL.M. Taxation, Hochschule Fulda | Sprecher | mehr Information
Prof. Dr. Dr. Walter Blocher, Universität Kassel | stellvertretender Sprecher | mehr Information
Prof. Dr. Florian Möslein, Dipl.-Kfm., LL.M. (London), Philipps-Universität Marburg | mehr Information
Prof. Dr. Carsten Müller, Hochschule Fulda | mehr Information
Prof. Dr. Eric Nowak, Center for Financial Studies, Goethe-Universität Frankfurt | mehr Information
Prof. Dr. Philipp Sandner †, Frankfurt School of Finance & Management | mehr Information
Prof. Dr. Nils Urbach, Frankfurt University of Applied Sciences | mehr Information
Prof. Dr. Georg von Wangenheim, Universität Kassel | mehr Information
Blockchain and Climate Action
Enhancing ESG and Carbon Markets through Financial Technology
Sammelband | Oktober 2025
Das Buch untersucht interdisziplinär die Chancen und Herausforderungen beim Einsatz von Blockchain-Technologien in Kohlenstoffmärkten und im Bereich von ESG. Im Mittelpunkt steht die Analyse der Tokenisierung freiwilliger CO₂-Zertifikate (Voluntary Carbon Credits, VCC) und der damit verbundenen ökonomischen, technologischen, rechtlichen und regulatorischen Fragen. Die Beiträge beleuchten das Thema aus Sicht der Rechts-, Wirtschafts- und Technikwissenschaften und geben einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und Forschungsansätze.
Der Sammelband ist im Rahmen der ZEVEDI-Projektgruppe Tokenizing Sustainability – Carbon Credits, Accountability, and ESG in Supply Chains (TOSCA) entstanden.
Tokenisierung von CO2-Zertifikaten: Blockchain für den Klimaschutz?
Prof. Dr. Dominik Skauradszun im Podcast Digitalgespräch
Der Handel mit CO2-Zertifikaten hat komplexe Märkte geschaffen, auf denen Zertifikate fast wie Wertpapiere gehandelt werden – doch die rechtliche Regulierung ist noch unklar. Eine mögliche Lösung: Blockchain-Technologie könnte den Handel effizienter und transparenter gestalten. Erste Ansätze für „tokenisierte Carbon Credits“ gibt es bereits, und internationale Experten blicken gespannt auf Europas Regulierung von Krypto-Werten.

ZEVEDI Side Event
Mittwoch, 22. Mai 2024, darmstadtium, Darmstadt
Panel Tokenization of Carbon Credits 9:25 Uhr – 10:40 Uhr
Young Researchers Thesis Speed Dating 14:25 Uhr – 15:25 Uhr
Am 22. Mai findet das erste Blockchain Horizons: INATBA’s Academic and R&D Forum in Darmstadt statt. Im Kongresszentrum Darmstadtium werden Experten aus aller Welt das Einsatzpotential von DLT für verschiedene Sektoren diskutieren und aktuelle Forschung präsentieren. Als Teil eines Side Events, organisiert vom Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI), laden wir junge Forschende ein, ihre Forschung in einem Speed Dating Format vorzustellen. Für jedes “Date” steht ein Zeitslot von 7 Minuten zur Verfügung, danach wird weiter durchgetauscht. Ideen austauschen, Kontakte knüpfen, Projektpartner finden – alles in einem lockeren Rahmen.
Für die Teilnahme am ZEVEDI Side-Event ist ein gültiges Ticket für das Blockchain Horizons: INATBA’s Academic and R&D Forum erforderlich. Die ersten 20 Teilnehmer, die sich unten anmelden, erhalten ein kostenloses Ticket von ZEVEDI. Sie müssen selbst kein Ticket kaufen und erhalten keine Rückerstattung für bereits gekaufte Tickets. Wir werden jeden Teilnehmer benachrichtigen, ob er eine Freikarte erhält oder sich selbst anmelden muss.
Tickets für die Tagung sind auch erhältlich unter https://inatba.org/blockchain-horizons/
Zurückliegende Veranstaltungen
Tokenization of Carbon Credits
Abschlusskonferenz, 24. Februar 2025 | zur Veranstaltung
Tokenization of Carbon Credits
Interner Workshop, 24. September 2024 | zur Veranstaltung
Tokenization of Voluntary Carbon Credits
Interdisziplinäre Konferenz, 07. Juni 2024 | zur Veranstaltung
Tokenization of Carbon Credits
Interner Workshop, 22. März 2024 | zur Veranstaltung
Tokenization of Carbon Credits
Interner Workshop, 4. Dezember 2023 | zur Veranstaltung






