• Bannerbild mit der Aufschrift: „DER BLOG DES DISKURSPROJEKTES – Demokratiefragen des digitalisierten Finanzsektors“ in blauer Schrift auf grauem Hintergrund. Links und rechts sind gelbe Kreise mit Symbolen für Bitcoin, Euro und US-Dollar abgebildet. Im Zentrum links befindet sich ein weißes Euro-Symbol mit digitalen Leiterbahnen. Im Hintergrund sind blaue Binärcode-Ziffern verteilt.
  • Digitaler Euro

    Dossier: Digitaler Euro

    • Stablecoins: Währungswettbewerb in Theorie und Geschichte
      Stablecoins gelten manchen als die Zukunft des privaten Geldes. Häufig werden sie mit Hayeks Idee des Währungswettbewerbs in Verbindung gebracht. Doch bei genauerem Hinsehen erweist sich diese Einordnung als verkürzt. Stablecoins stehen vielmehr in der Tradition früherer Formen des Währungswettbewerbs – von den als Gresham’s Law beschriebenen Problemen mit der Qualität von Münzen in der Frühen Neuzeit bis hin zur amerikanischen Free-Banking-Ära des 19. Jahrhunderts.
    • Geld ist nur der erste Gast: Ethereum und die Idee einer freien digitalen Infrastruktur
      Wem gehört digitale Infrastruktur – und wer darf sie nutzen? Die Ethereum-Blockchain transferiert nicht nur den nach Bitcoin größten Kryptowert ETH, sondern liefert ein öffentliches Netzwerk, dessen Regeln einsehbar sind, dessen Infrastruktur niemand allein kontrolliert und auf dem grundsätzlich jeder Programme und Anwendungen entwickeln kann. Das schafft neue Möglichkeiten für digitale Werte, gemeinsame Kassen, Verträge und andere Formen digitaler Zusammenarbeit. Doch Offenheit bedeutet nicht automatisch Gleichheit.
    • Wirtschaft ohne Werte? Warum ökonomische Bildung moralische Orientierung braucht
      Ökonomische Bildung ist wichtig und sie soll früh beginnen, bereits in der Schule – diese Forderung ist oft zu hören. Doch wie soll diese Bildung (in Zeiten der Digitalisierung) aussehen? Welche Inhalte soll sie umfassen? Geht es nur um Wissen oder auch um Handlungs- und Urteilsfähigkeit? Welche Rolle können oder müssen ethische Überlegungen spielen? Nurettin Yigit stellt einen möglichen Ansatz vor: das Bildungsprogramm Wirtschafts.Forscher!
    • Warum der digitale Euro mehr ist als ein Zahlungsmittel
      Am 23. Juni 2026 hat der Ausschuss für Wirtschaft und Währung oder ECON-Ausschuss des Europäischen Parlaments für die Einführung des digitalen Euro gestimmt und damit den Weg für den Trilog zwischen EU-Parlament, Rat und Kommission freigemacht. Damit rücken die folgenden Fragen ins Zentrum der europäischen Politik: Was soll der digitale Euro sein – ein öffentliches Gut, oder ein Zahlungsmittel, das die Geschäftsmodelle privater Banken schützt? Und wer kontrolliert das neue digitale Geld?
    • Big-Tech-Stablecoins: Warum das Geld der Giganten unsere Souveränität bedroht
      Big-Tech-Konzerne wie Amazon oder Meta wollen eigene Stablecoins herausgeben. Damit gehen erhebliche Risiken für den Wettbewerb, die finanzielle Stabilität und für die monetäre Souveränität der EU einher. Die EU kann jedoch dagegen vorgehen: Mit einem Verbot von Big-Tech-Stablecoins und der Einführung des digitalen Euros kann die EU die Risiken eindämmen.
    • Überwachungsstaat, Staats-Krypto und Bargeldende: Die Diskussion um den digitalen Euro und die Gestaltungsoptionen
      Die Diskussion um den digitalen Euro ist geprägt von unterschiedlichen Meinungen, vereinfachenden Annahmen und zugespitzten Aussagen. Doch diese prägen das Meinungsbild stärker als die tatsächlichen Gestaltungsfragen. Ein Blick auf die Fakten zeigt: Die Debatte greift häufig zu kurz.
    • Der Preis des Bezahlens: Wie Visa, Mastercard und Co. Europas Zahlungsverkehr prägen – und was sich mit dem digitalen Euro ändern kann
      Kartenzahlungen fühlen sich schnell, bequem und kostenlos an. Doch dieser Eindruck täuscht: Hinter einem Bezahlvorgang steckt ein komplexes und für Verbraucher:innen undurchsichtiges System aus Gebühren, die von Unternehmen auf alle Kund:innen umgelegt werden – unabhängig davon, wie sie tatsächlich bezahlen. Der digitale Euro bietet Abhilfe.
    • Sprechen wir über Pix: Das brasilianische Instant-Payment-System und die Herausforderung der Geschlechtergleichstellung
      Das brasilianische Zahlungssystem Pix hat sich in nur wenigen Jahren in dem Land zur beliebtesten Zahlungsmethode entwickelt und wird auch in Diskussionen hierzulande als Erfolgsmodell gehandelt. Doch wie funktioniert Pix und wie steht es um seine Auswirkungen auf die finanzielle Inklusion, insbesondere jene von Frauen?
    • Integrationsversprechen und Zahlungsrealität: Was SEPA für Moldaus Diaspora bedeutet
      Mit der Aufnahme Moldaus in den SEPA-Raum ist nicht nur die Hoffnung auf eine weitere Annäherung des Landes an die Europäische Union, sondern auch auf weitere Impulse für die Modernisierung und Digitalisierung seiner Zahlungsinfrastruktur verbunden, nicht zuletzt auf günstigere und einfachere Überweisungen. Letztere wären gerade für die moldauische Diaspora ein entscheidender Fortschritt. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass bestehende strukturelle Hürden für Auslandsüberweisungen auch durch SEPA nicht vollständig verschwinden.
    • Die Kryptohaltefrist – Deutschlands überflüssigstes Steuergeschenk
      Fast zwei Drittel aller privaten Kryptogewinne in Deutschland bleiben steuerfrei – ein in Europa nahezu einmaliger Sonderweg. Vier Reformmodelle zeigen, wie die Kryptolücke geschlossen werden könnte – mit Mehreinnahmen von bis zu 11,4 Milliarden Euro allein für 2024.
    • Entschlossen, aber in Teilen inkonsistent: Europas Antworten auf die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs
      Der US-amerikanische Rechtswissenschaftler Dan Awrey meint, der Zahlungsverkehr sei eine politische Infrastruktur, deren Kontrolle rechtlich gestaltet und demokratisch legitimiert sein müsse. Gerade angesichts des rapiden technologischen Wandels. Welches Urteil ergibt ein Blick auf die EU-Gesetzgebung im Lichte seiner Thesen und Beobachtungen?
    • Europas digitale Wallet: Das Versprechen, die Probleme und die Fragen, die wir nicht stellen
      Am Ende des Jahres 2026 soll europaweit die EUDI-Wallet angeboten werden. Das Bestreben, allen Bürgern eine sichere digitale Identität zur Verfügung zu stellen, ist lobenswert, doch lassen der enge Zeitplan und die komplexe Architektur auf ein tieferliegendes Spannungsfeld schließen. Wir befinden uns am Scheideweg: Können wir dem vertrauen oder entsteht da womöglich ein Überwachungsapparat?
    • Europas langer Weg zum digitalen öffentlichen Geld – und einige Lehren aus der niederländischen Debatte
      In diesem Jahr werden weitreichende Entscheidungen zum digitalen Euro erwartet. Doch der ist umstritten. In den Niederlanden gab es bereits ab 2008 breite Diskussionen darüber, wie die Mängel des Geldsystems zu beheben wären. Verschiedene Vorschläge zielten darauf ab, das Bankengeld durch öffentliche Alternativen zu ergänzen. Will man nun heute eine glaubwürdige und tragfähige öffentliche Option entwerfen, lohnt es daran zu erinnern, welche ursprünglichen Ambitionen Gefahr laufen, zurückgeschraubt zu werden, und warum öffentliche Alternativen notwendig sind.
    • Afropolitans: Wie eine digitale Community zur souveränen Nation werden will
      In der afrikanischen Diaspora entwirft „Afropolitan Network“, eine Networking-Organisation mit Sitz in Kalifornien, 2022 die Idee einer panafrikanischen, global situierten souveränen digitalen Nation ohne Territorium. 50 Gründungsmitglieder erwerben NFT-Pässe mit NFT-Avataren, Krypto wäre die Währung. Ein elitärer Tech-Traum oder doch nicht so abwegiger Ausdruck der Sehnsucht nach Mobilität, Zugehörigkeit und globaler Teilhabe in einer Welt, in der Afrikaner:innen nach wie vor enorme Hürden überwinden müssen?
    • Wie Tokenisierung die Finanzmärkte mit dem Klimaschutz verbindet
      Die freiwillige Kompensation mit CO2-Zertifikaten steht in der Kritik: Unklare Qualität der Projekte, Doppelzählungen ausgestellter Zertifikate und fehlende Nachweise tatsächlicher Einsparungen. Abhilfe schafft die Tokenisierung dieser Zertifikate, also ihre handel- und überprüfbare Abbildung auf einer Blockchain. Diese Tokenisierung verknüpft ökologische Verantwortung mit finanzieller Präzision und ermöglicht, dass Nachhaltigkeit zu einem integralen Bestandteil digitaler Finanzarchitekturen wird, so der Ökonom Carsten Müller in diesem Blogbeitrag.
    • Digitales Vermögen in fremder Hand – Kundenschutz und Kryptoverwahrung
      Wer seine Kryptowerte nicht selbst verwalten kann oder will, vertraut sie spezialisierten Verwahren an – und darauf, dass sie dort auch im Insolvenzfall sicher sind. Neue gesetzliche Regelungen sollen die Rechte der Kunden stärken. Doch schaffen sie wirklich die nötige Sicherheit für digitales Vermögen ?
    • Von der Kreditkarte zu Buy-Now-Pay-Later: Soziale Ungleichheiten in der Nutzung von digitalen Bezahldiensten und Konsumkrediten
      DIe Daten des Weizenbaum Panels (2024) zeigen: Digitale Bezahlformen sind in Deutschland vor allem Sache der Jüngeren, der Männer und der Besserverdienenden. Wer digital zahlt, spart Zeit und oft auch Geld – wer das nicht kann, zahlt drauf. Buy Now, Pay Later ist die große Ausnahme. Doch der einfache Zugang hat seinen Preis.
    • Was nicht zu Geld zu machen ist, fliegt raus: Über die umstrittene Verknüpfung von Game Design und Monetarisierung in Computerspielen
      Statt einmalig für ein fertiges Produkt zu bezahlen, zahlen Spielende heute für dauerhaften Zugang, Zusatzinhalte oder virtuelle Güter – über Abos, Mikrotransaktionen oder Werbung. Langfristige Motivation und Anreize zum weiteren Geldausgeben werden so zur Aufgabe des Spieldesigns. Können profitables Geschäft, kreative Freiheit, ethische Verantwortung und die Erwartungen einer kritischen Spielerschaft miteinander in Einklang gebracht werden?
    • Fünf Jahre nach dem DeFi Summer
      DeFi oder Decentralized Finance führt längst kein Schattendasein mehr. Zu den Versprechen der Branche gehört ein höheres Maß an Partizipation, mithin eine Demokratisierung der Finanzindustrie. Das wichtigste Vehikel dazu: DAOs oder Decentralized Autonomous Organizations. Was ist an diesem Versprechen dran?
    • Der Drift ins Digitale: Bargeldlosigkeit, CBDCs und die Narrative, die wir brauchen
      Der schleichende Übergang zur bargeldlosen Gesellschaft ist ein systemischer Trend des globalen Kapitalismus, sagt Brett Scott, wird aber oft als der Wille der Verbraucher dargestellt. Im Interview spricht der Autor über Diskurse rund um Bargeld und digitale Zahlungen, unversöhnliche Haltungen gegenüber digitalem Zentralbankgeld (CBDCs) und wie alternative Metaphern neue Perspektiven eröffnen.
    • Follow the money, but how? Datentreuhänder als innovatives Werkzeug zur Bekämpfung von Geldwäsche
      Bargeld ist beliebt, es ist anonym, schwer nachverfolgbar und leicht physisch transferierbar. Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass es zur Geldwäsche genutzt wird. Doch worum handelt es sich genau, wie funktioniert es und wie wird dagegen vorgegangen? Und welchen Beitrag können neuartige Instrumente des Datenteilens wie Datentreuhänder bei der Bekämpfung leisten?
    • Kryptoregulierung im transatlantischen Wettstreit: Die EU-Verordnung MiCAR im Angesicht der neuen US-Kryptopolitik
      Eine neue Regulierung des Kryptomarktes in den USA ist zusehends mit Händen zu greifen. Die Maxime lautet Liberalisierung und Innovationsförderung: Was genau ist im GENIUS, STABLE und CLARITY Act angedacht? Und wie stellt sich in diesem Lichte besehen die MiCAR-Regulierung der EU dar?
    • Festival einer Demokratie, die unter Druck steht – Bericht von der re:publica 25
      Ist Social Media noch zu retten? Wie steht es um die Demokratie und die digitale Souveräntität der EU? Die re:publica 25 hatte die Generationen XYZ (sowie die Boomer) eingeladen und die konnten sich in vielen Vorträgen anhören, wo der digitale Schuh überall drückt.
    • Finfluencer:innen auf dem Prüfstand: Zwischen Bildung, Beeinflussung und Geschäftsmodell
      Finfluencer:innen erstellen auf Social Media Inhalte zu Finanzfragen, klären auf, beraten. Ihre Rolle ist nicht zu unterschätzen: Sie sprechen Zielgruppen an, die klassische Bildungsangebote oft nicht mehr erreichen, sie machen komplexe Themen zugänglich. Doch oft verschwimmen die Grenzen zwischen Information und Werbung. Studien zeigen, Kompetenz und Reichweite gehen nicht unbedingt Hand in Hand. Wie können hier Spreu von Weizen getrennt werden?
    • It’s the data, stupid: Europas digitale Abhängigkeit bei Finanzdiensten
      Die europäische Finanzwirtschaft ist stark von außereuropäischen Plattformen abhängig – ein wachsendes strategisches Problem. Deren datenbasierte Geschäftsmodelle erschweren in vielen Bereichen den Aufbau europäischer Konkurrenz. Speziell im Finanzbereich bringen regulierte Anbieter jedoch eigene Risikoexpertise mit, die das Know-how der Plattformunternehmen ergänzt. Deshalb kommt es hier eher zu Partnerschaften. Der Vorschlag der EU-Kommission zum Financial Data Access (FiDA) könnte die Optionen für plattformunabhängige Angebote zusätzlich erweitern.
    • Zahlen qua Iris-Scan – Ein Werkzeug der Geflüchtetenadministration
      Die Erfassung biometrischer Daten und Nutzung eines Irisscans zum Bezahlen verspricht zunächst Effizienz. Kein kleines Versprechen bei über 120 Millionen Menschen auf der Flucht weltweit. IDs können nicht gefälscht werden, Mehrfachregistrierung wird vermieden. Was bedenkenswerte Lösungsansätze zu liefern scheint, legt aber auch einen Verdacht nah: Die Technologie antwortet auf einen bekannten oder vermuteten Missbrauch. Statt Unterstützung und Empowerment der Geflüchteten klingt das mehr nach „Überwachen und Strafen“.
    • Der Human in the Loop bei der automatisierten Kreditvergabe – Menschliche Expertise für größere Fairness
      Algorithmen bestimmen zunehmend, wer einen Kredit erhält. Menschliche Akteur:innen – Kreditnehmende ebenso wie Mitarbeitende der Kreditinstitute – bleiben jedoch zumindest punktuell Teil des Entscheidungsprozesses. Eine Studie des Humboldt-Institituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) hat dies genauer untersucht: Wie genau laufen die Entscheidungsprozesse ab? Und wie transparent sind sie für die Beteiligten? Wo droht Diskriminierung?
    • Die Bankfiliale als spezifischer sozialer Ort
      Digitales Bezahlen ist bequem, einfach und ortlos. Doch wie ergeht es jenen, die auf analogen Zahlungsverkehr angewiesen sind? Beim Blick in die Bankfiliale offenbaren sich Bedürfnisse, die angesichts der Bemühungen um ein bürgerorientiertes Digitalgeld nicht außer Acht gelassen werden sollten.
    • Ein Türsteher für den Krypto-Club? Blacklisting im Kampf gegen Krypto-Kriminalität
      Will der Gesetzgeber das Instrument des Blacklistings zur Eindämmung krimineller Aktivitäten sinnvoll nutzen, muss es auf Kryptowerte nicht Marktakteure angewandt werden. Aber noch weitere Herausforderungen und potenzielle Nebenwirkungen auf den Kryptomarkt sind in Betracht zu ziehen.
    • Der digitale Euro: Elektronisch, aber offline-fähig
      Die beabsichtigte Offline-Funktion eines digitalen Euro ist die vielleicht aufwändigste, aber für viele Beobachter auch eine der wichtigsten Funktionen einer CBDC. Aber was genau lässt sich darunter vorstellen, wie sehr „offline“ kann digitales Zahlen überhaupt sein und welche Rolle spielen hier die „Secure Elements“, also konkrete Hardware?

  • ÜBER DEN BLOG
    Im Diskursprojekt eFin & Demokratie beobachten und diskutieren wir den digitalen Wandel in Sachen „Geld“. Das Finanz- und Staatswesen wird davon ebenso erfasst wie unser aller Alltag und Miteinander. Unser Blog versucht, die Umwälzungen zu verstehen und die Debatte zu fördern - auch als Teil unserer Demokratie. Es schreiben Mitarbeiter:innen des Projekts und Gäste in freier und diverser Form darüber, was sie lernen und erforschen, was sie beunruhigt und was sie fasziniert. Wir freuen uns über Kommentare unter efin@zevedi.de.

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